Um 7 Uhr morgens klopft man nachdrücklich an meine Tür: „Sir, Sir!“

Ich vermute ein Problem mit dem draußen geparkten Auto.

„Das Frühstück ist serviert.“

Lol!

Aber das Hotel ist nett, sauber und es gibt Wasser. Warmes Wasser! Und saubere Bettwäsche. Und funktionstüchtige Toiletten. Echter Luxus eben!

Das ist ein weiteres Zeichen für die Entwicklung des Landes: Hotels im mittleren Preissegment. Und sie haben Qualität.

Die Vorbereitung der Reisestrecke wird immer komplizierter: die Frage ist nicht, was mich am meisten interessiert, aber was weniger gefährlich ist.

Ich muss die Warnungen der französischen Botschaften in den betroffenen Ländern zu Herzen nehmen, in diesem Fall Burkina Faso „Die vor Kurzem verübten Anschläge haben etwa zwanzig Menschenleben gefordert und machen die Straßenverbindungen in Richtung Togo besonders gefährlich.

Von der Strecke zwischen Tenkodogo und der togolesischen Grenze, ebenso wie der Gegend um Bittou, wird Tag und Nacht formell abgeraten.“

Und die Gültigkeit meiner Visen!

Ich gebe zu, dass ich ein wenig nachlasse…

Ab in Richtung der Kintampo Fälle.

Eine angenehme Umgebung.

 

 

Und die ersten Fälle.

 

Das ist die Gelegenheit Blumen zu entdecken, die mir unbekannt waren…

 

Dann die eigentlichen Wasserfälle…

 

 

Aber es gibt einen Gott für die reisenden, die beiden Iscacs verbieten mir, dorthin zu gehen… (ja, beide haben den selben Vornamen…)

 

 

Nach Kintampo ist die Straße immer noch sehr schön.

Mit dem „afrikanischen“ Touch.

 

 

Und den unfassbaren Ladungen…

 

 

Meines Erachtens verdient diese Ladung an Fahrrädern den ersten Preis…

 

 

Die Rückkehr der Termitenhügel.

 

 

Je weiter ich nach Norden gehe, desto moslemischer wird es.

 

Das fühlt und sieht man. Ich wollte keine Fotos schießen, aber ich habe nie zuvor in Ghana so dreckige Dörfer gesehen. Und dass man mir jetzt bloß keinen Rassismus vorwirft, ich urteile nicht, ich stelle lediglich fest.

Und diejenigen, die daran Anstoß nehmen sollen mir einfach erklären, warum es hier schmutzig ist, und anderswo sauber…

Ich fliehe aus Tamalé mit seinen Staus (immerhin fast eine halbe Million Einwohner…), wo ich eigentlich schlafen wollte. Ich bin schon oft genug von Muezzins aufgeweckt worden, nein danke…

 

 

Ich überquere den Schwarzes Volta, der mit der Weißen Volta den Volta See bildet.

 

 

Die Behausungen werden traditioneller. Aber es gibt Strom.

 

 

Und Brunnen…

 

 

Ein anderes Zeichen für gute Infrastrukturen, die Intercity-Busse sind in gutem Zustand…

 

 

 

Hier der Beweis, sie überholen mich! Zugegeben, die Straße lässt es zu…

 

 

 

Dann geht es über den Weißen Volta.

 

Wenn ich anmerke, dass das Schild des Weißen Volta in besserem Zustand ist, als das des Schwarzen, dann macht mir deswegen nicht gleich einen Prozess…

Und gleich danach, die Autobahnmaut!

Ach ja, ich habe vergessen euch zu sagen. In Liberia zahl man die Maut für eine Autobahn, die noch gebaut wird.

In Ghana zahlt man nur für die Straße. Ganz einfach.

Ich weiche der ersten maut aus, indem ich vorgebe nicht gewusst zu haben, dann man zahlen muss, und daher kein Geld habe… aber dann musste ich die Kohle schon rausrücken… Ein Cedi (0,16€). Nun gut, für ein Straßennetz in so gutem Zustand…

Die Mautstelle ist auch ein Sammelpunkt für allerlei Verkäuferinnen. Sie helfen sogar der Kassiererin. Man hat mir bedeutet, meinen 10 Cedis Schein einer von ihnen zu geben. Sie hat 9 Cedis und einen Kassenzettel aus dem Ärmel gezaubert… unglaublich!

Ich nutzte die Gelegenheit um drei Eier für 2 Cedis (0,10€ pro Ei) zu kaufen). Ich weiß, das sind teure Ausgaben, aber ab und an tut es gut, ein wenig im Luxus zu schwelgen!

 

 

 

Am Straßenrand sind Holzkohleverkäufer… die Brandrodung muss ja für etwas nützlich sein…

 

 

  • Hallo, wie heißt du?
  • Salomon
    • Bist du Christ?
    • (Schiefer Blick)
    • Bist du Moslem?
    • (Gesenkter Blick) Ja, mein echter Name ist Soliman, aber das ist das gleiche wie Salomon.
    • Hey, es ist nicht schlimm, Moslem zu sein.
    • Er lächelt mir zu, froh, dass ich es so sehe. Das lässt mich erahnen, dass die Religionen sich hier vielleicht nicht ganz so gut verstehen.

    Es freut sich dermaßen über meine Reaktion, dass er mich darum bittet, seinen Yams und seinen Honig (auf dem vorherigen Bild) zu fotografieren.

 

Und die Straße führt weiter durch die Savanne.

Unter einer Sonne, die 39° im Schatten verursacht.

Die Polizeibarrikaden werden in der Nähe der Grenze zu Burkina Faso immer häufiger. Eine alle zwei Kilometer. Ich werde nur einmal angehalten. Dieselbe Unterhaltung wie gestern:

  • Woher kommen Sie?
  • Bla bla bla
  • Gute Fahrt, der Herr.

Meine Stifte sind fast beleidigt.

Heute Abend habe ich eine bei Casino gekaufte Dose Leberpastete „erster Qualität“ verspeist.

Ich will mir den Geschmack der unteren Qualität lieber nicht vorstellen!!

 

Ich sage euch eins : wenn sie hier Französisch sprechen würden und gutes Brot hätten, dann wäre ich nicht abgeneigt, in Ghana du leben…

 

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