Ich bin der einzige Kunde des Hotels.

Nach vier Wochen widme ich mich etwas Buchführung.

In der Tat, ich habe euch nie etwas über das Geld gesagt.

In Marokko zahlt man in Dirhams. Ein offizieller Kurs, der überall angewendet wird, simpel! 1 € ist etwa 95 Dirhams wert.

In Mauretanien stehen die Dinge etwas komplizierter…

Die mauretanische Währung ist der Ouguiya.

Ihr schaut euch das Foto an und sagt euch: „Nun, er hat 750 Ouguiyas“.

Tja, eben nicht!

Denn seit dem 1. Januar 2018 hat der Ouguiya eine Null verloren! Das heißt, dass ich 7500 Ouguiyas habe! Das muss man erst mal wissen.

Aber manche rechnen noch in alten Ouguiyas. Da du daran nicht gewohnt bist, gehst du das Risiko ein, zehnmal zu viel zu zahlen. Das Wâre mir mehrmals fast passiert.

Wieviel ist diese Währung wert? 1 € entspricht zwischen 370 (wenn ihr euch wie ich reinlegen lasst) und 415 Ouguiyas.

Das ist einfach, oder?

Also weiter zu einer Währung, die mich eine Wiele lang begleiten wird, der Franc CFA.

Ein € ist 655,9570 Francs CFA wert.
Erinnert euch das an etwas?
Na klar, an die französischen Francs!

Also, wenn ihr 10.000 Francs CFA habt, dann sind das etwas mehr als 15 €. Ein Francs CFA ist also einen „ancien Franc“ wert… Wenn man bedenkt, dass ich an der Grenze Ouguiyas gegen CFA’s gewechselt habe. Ich habe zehn Minuten gebraucht um zu begreifen, dass ich nicht übers Ohr gehauen wurde (um vorbereitet zu sein, hatte ich damit begonnen, alle herbeizurufen und zu sagen es sei Diebstahl. Die Polizisten haben mich schließlich von meinem Irrtum überzeugt!). Das war ein verrückter Moment, ich habe in meinen Bart gelacht (jetzt, da ich einen habe muss er mir ja auch nützlich sein).

Ich nutze also die Gelegenheit um meine Wäsche waschen zu lassen. Das Zusammenlegen ist episch, aber mir ist saubere epische Wäsche lieber als schmutzige herkömmliche Wäsche!

Da habe ich also die Hotelangestellten darum gebeten, sie fotografieren zu dürfen. Das war ein Spaß! (Ich kenne sie seit drei Tagen, wir haben also einen guten Kontakt).

Ich habe mir der Bedienung, Awa, begonnen. Sie hat daran wirklich Gefallen gefunden!

 

Ich bin einer Großmutter begegnet, der Mutter der Besitzerin. Sie hat Geld verlangt. Auf meine Wortwahl achtend, habe ich ihr zu verstehen gegeben, dass das nicht meine Art ist.

Na gut, dann schießen wir halt eines:

 

Dann war Yousseff mit seiner Chicha dran:

 

Nachdem die Grossmutter, deren Name Maryam, genannt Mouskeba, ist ihr Foto gesehen hatte, ist sie mir nachgelaufen, damit ich noch andere mache!

 

Und dann Emmanuel, der Koch.

 

„Mach Foto mit Enkelsohn!“

 

Ich hatte auch mit einer der Töchter der Besitzerin zu tun.

 

„Mach Foto mit Yousseff“

 

Ich musste warten, bis sie die Cola-Rinde, die sie fröhlich kaute, ausgespuckt hatte:

 

Und der Kellner aus Guinea, Djibril.

 

„Mach Foto meine Ringe“

 

Aber ich stand vor noch weiteren Überraschungen mit dem Interview von Noumbé, der Köchin:

 

„Mach mehr Fotos“. Jetzt posiert sie!

Unglaublich, oder?

Die Besitzerin wollte nicht fotografiert werden.

„Mach mehr Fotos, ich lasse vergrößern. Ich schöner als meine Tochter“.

 

Nach drei Tagen Farniente, beginnt es mich in meinem rechten Fuß zu kribbeln (der Fuß des Gaspedals), aber ich habe mich köstlich amüsiert!!

 

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