Ein mauretanischer Gendarm:

  • Was hast du für mich aus Frankreich mitgebracht?
  • Meine Freundlichkeit.
  • Das ist eine ehrliche Antwort! Gute Fahrt, Bruder!

 

Ein senegalesischer Zöllner:

  • Hast du kein Geschenk für mich?
  • Mein Lâcheln.
  • Ah das ist ein sehr schönes Geschenk! Ich wünsche dir eine gute Reise.

 

All das um euch zu sagen, dass es lauter Situationen gibt, die mich zum Lächeln bringen, die mich rühren oder die mich traurig stimmen, und die ich versuche nach und nach mit euch zu teilen.

Plusieurs personnes à qui je montrais (par respect) les photos que je venais de prendre

Mehrere Leute, denen ich (aus Respekt) die Fotos, die ich geschossen habe, zeigen wollte:

  • Das ist ein schönes Foto, sehr schön. Liegt das an dir oder an deinem Apparat, dass das Foto so schön ist?
  • Am Apparat?
  • Es ist toll einen Apparat zu haben, der so schöne Fotos schießt.

Und auch die stetige Freundlichkeit. Nicht nur mir gegenüber. Er ist vor mir liegen geblieben. Allein in seinem Auto.

Drei Minuten später:

 

Zum Beispiel, wo immer ich auch bin, wenn ich nach dem Weg frage bieten man mir generell an, mich zu begleiten.

Mehrmals haben mir die Leute angeboten, bei ihnen zu schlafen. Ganz zu schweigen von den dutzenden (ja dutzenden) von Tees, die man mir in Mauretanien angeboten hat…

Ich spaziere durch die Strassen von Louga. Da ich es Leid bin durch sandbedeckte Gassen zu wandern, setzte ich mich aus Zufall gegenüber von einem Eisenschmied auf den Boden.

 

 

Mein Blick kreuzt sich mit dem von Abdou, dem Chef, dem ich nett „guten Tag“ sage.

 

Er grüßt mich und meint „komm mit uns essen!“. Und so kommt es, dass ich eine Gemüse-Thieboudienne mit seinen beiden Arbeitern teile. Das nehme ich zumindest an. Da war auch Fleisch drin. Nehme ich an. Und Gewürze. Das ist gewiss!

 

Gora

 

Und Galaye sind mit von der Partie.

 

Was soll ich sagen, außer das mein herz in so einem Moment vor Glück rast! Egal ob ihr mich jetzt für zu sensibel haltet, ich stehe dazu, dass mir bei einer solchen Spontaneität die Tränen gekommen sind.

 

Und um etwas weniger dramatisch zu klingen muss ich euch sagen, dass ich den Rest des Nachmittags damit verbracht habe, die wenigen bissen, die ich gegessen habe, zu verdauen. „Du isst nicht viel“. Das kommt, weil ich alt bin. Und sie nicken verständnisvoll mit dem Kopf.

Ich bin nicht naiv. Ich bin in ihren Augen der Weiße, der der das Geld hat. Sprüche wie „hast du ein Geschenk? Gibt Geld um zu essen! Hast du eine Zigarette? Geld für meinen kleinen Bruder, zum essen…“

Enttäuschung, wenn ich erwähne, dass ich Rentner bin. Die einhellige Antwort: „Dann hast du nicht viel Geld!“

Enttäuschung, wenn sie erfahren, dass ich eine Weltreise mache. Das ermöglicht es mir (fast jedes Mal) den Preis des Zimmers zu verhandeln.

Außerdem der oft unverschämte Reichtum,

 

Der an etwas ganz anderes grenzt:

 

Morgen werde ich seit vier Wochen unterwegs sein.

Eure Kommentare auf dem Blog sind wichtig. Sie erhalten eine Verbindung aufrecht.

Ein großes, wirklich sehr großes Dankeschön an alle, die die Zeit nehmen um mir zu schreiben.

Die Zeit. Das ist die größte Veränderung. Hier nimmt man die Zeit ganz anders wahr. Die Zeit ist für Menschen, die kaum Stress kennen, eher zweitrangig. Sie sind voller Lebensfreude.

Dash at Folgen, wie ihr euch denken könnt!!

Ein französischer Arzt kümmert sich freiwillig um Patienten in Guelack. Eines Abends gibt er erschrocken zu: „Die meisten haben schwere Krankheiten, manche müssten ins Krankenhaus eingewiesen werden. Und sie sind fröhlich! In Frankreich rennt man zu mir wegen einem Pickel auf der Nase!“  Man lernt zu relativieren.

Ebenfalls in Guelack ruft eine 14 Jahre alte französische Schülerin am Tag ihrer Ankunft weinend ihre Mutter an: „Mama, das hier ist die Hölle auf Erden“ (die Lebensbedingungen sind in der Tat sehr verschieden!); Eine Woche später weint sie wieder, diesmal weil sie nicht mehr abreisen will.

Die Magie Afrikas.

Aber Afrika ist auch das:

Oder sogar das:

 

Ich habe mich dazu entschlossen, meine Route zu ändern, um nach Mali zu fahren. In den Süden.

Nachdem ich mehreren Maliern begegnet bin, die mir alle versichert haben: „Im Süden weiß man nicht einmal, dass im Norden Krieg herrscht!

Auch deutsche Lastwagenfahrer haben mir bescheinigt: „Kein Problem.“

Inch Allah!

Übrigens, was die Begegnungen angeht, ich treffe viele Reisende aus verschiedenen Ländern (Chinesen in Nouakchott, Liechtensteiner in Dakhla, Spanier in Louga…) Etwas verrückte Leute. Alle. Aber sie sind so weltoffen. So enthusiastisch! So voller Leidenschaft…

Ich lade meine Daten in einem sympathischen Café hoch

 

Bevor ich euch verlasse, will ich euch zum Lächeln bringen. Das sind Tiere, von denen ich nicht gedacht hätte, dass sie hier durch die Straßen spazieren würden!!

 

Ihr wollt ein letztes Foto?

Ein Heiler mit einem vielversprechenden Programm:

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