500 €

 

Eine wahre Orgie zum Frühstück!!

Dabei war schon die Nacht besonders…

 

 

Dann bin ich eines Sonntags in Conakry spazieren gegangen. Und ich habe Glocken läuten gehört, das ist mal was anderes als der Muezzin.

 

Ich bin Vater Dominique und dem Katechisten Jean Maurice begegnet.

 

Der Priester war schwer beschäftigt, aber ich habe Jean Maurice interviewt.

 

Dann habe ich meinen Weg fortgesetzt. Guinea ist eine Demokratie, nicht wie diese Diktaturen, in denen der Personenkult zum Alltag wird…

 

Hier ein wie die transnationalen Unternehmen in Guinea vorgehen. Man nehme ein Kind und ernähre es mit örtlichen Produkten. Das ist billig und gewöhnt es daran, Antikörper zu bilden.

 

Die Schönheit der Stadt ist nicht was einem in Conakry als Erstes auffällt. Waren 18 Tage wirklich notwendig?

 

Ich habe meinen Weg fortgesetzt.

 

Und habe mich mit Damenspielern unterhalten.

 

Und es kam wie es kommen musste… Ali Sidibé und Kourouma haben mich aufgefordert mitzuspielen. Der Polizist war damit einverstanden fotografiert zu werden, aber ich darf seinen Namen nicht nennen.

 

Nachdem in 2-0 verloren habe, habe ich ihnen beim Spielen zugesehen.

 

Aber für Kourouma, links, sah es schlecht aus.

 

 „ich wurde von den Franzosen ausgebildet, von Oberst xxx. 14 Jahre lang war ich für die Sicherheit des Flughafens in Conakry verantwortlich. Ich war in der Lage mit dem Scanner die verbotenen pflanzlichen Substanzen zu erkennen, die Metalle je nach ihrer dichte. Jedes Jahr ging ich zur Prüfung bei ADP (Aéroports de Paris), und jedes Jahr hat man mich beglückwünscht. Dann wurde ich eines Tages in ein städtisches Kommissariat versetzt. Hier gibt es nichts zu tun. Mein Chef wollte seinen Paten am Flughafen unterbringen; Der weiß nicht einmal was ein Scanner ist. Das geht seit 15 Jahren so. So was gibt es in Guinea, Monsieur.“

 

 

Ich setze meinen Weg fort.

 

Das gefällt mir. Aber nebenan siehst du das, und da kann man schon staunen…

 

Am Straßenrand kaufe ich eine Flasche Wasser. Ich fange an mit den Leuten um mich herum zu plappern. Und schon biete ich ihnen an, mit mir eine Flasche Wein zu teilen. Das nehmen (von links nach rechts) Salif, Djibril, Cheick und Moussa Keita gerne an.

 

Mit Ausnahme des Revolutionärs, der nicht trinkt.

 

Man bietet mir freundlich an zu rauchen, was ich höflich ablehne: „Das geht einem zu Kopf, Bruder“. Sie lachen, weil ich wie sie rede!

 

Aber ich bin damit einverstanden, eine örtliche Marke zu testen.

 

Und auf einmal, immer noch am Straßenrand, taucht Boubakar auf. Er ist ein traditioneller Heiler und kommt aus Niger. Salif, dem die Schulter Schmerzen bereitet, bittet ihn zu bleiben.

 

Er beginnt damit ihm die Schulter einzureiben, mit… „ja mit was denn Boubakar“? Mit Löwenfett. „Gibt es Löwen in Niger“? Nein, aber im Tschad. Er hält mich für einen Trottel!!

Er zieht ein Säckchen aus seiner Tasche…

 

 

Gibt etwas Wasser hinzu…

 

Das Säckchen wird gleich warm (ich habe es mit der Hand getestet, etwa 35°), und er drückt es auf Salifs Schulter.

 

Ein weiterer Patient kommt hinzu. Dann ein dritter.

Eine Stunde später kündigt Salif an, dass er keine Schmerzen mehr hat. Selbstüberzeugung? Traditionelle Medizin? Betrug?

Ich kehre ins Hotel zurück um ihnen mein „Kamel“ zu zeigen. (Ich kann nichts dafür, die Dinger sind überall!)

 

 

Und Pierre-Louis der Bamileke aus Kamerun bietet mir an, mein Auto zu waschen. Gratis. Ich spüre, dass er ehrlich ist. Ich finde ihn intelligent, lebhaft, aufrichtig, mutig. Ich wünsche ihm eine große Zukunft. Natürlich habe ich ihm, zusätzlich zu einigen Ratschlägen, etwas Geld gegeben…

 

Ich nutze die Gelegenheit um einige Fragen zu stellen, die man mir unter der Bedingung beantwortet, nicht das Gesicht zu filmen. Ich sage euch doch, das ist eine echte Demokratie!

 

Und da laden sie mich ein, am Straßenrand ihr Lafidi mit mir zu teilen.

 

Nun, den Reis erkennt man. Der braune Puder links sind zerstoßene Néré-Samen; rechts das ist Botè, eine Mischung aus Paprika, Auberginen und Gombo. Ich habe vergessen zu erwähnen, dass sie einen halben Liter „rotes öl“ hinzugegossen haben: Paprika und Palmöl, um alles zu binden. (mobile Beleuchtung, Alain)

 

Könnt ihr euch das vorstellen? Zum Essen eingeladen werden. Von Leuten die nichts besitzen. Aber wirklich nichts; Ich habe mit Appetit zugeschlagen (wenn auch mit Zurückhaltung!)

Ich kehre ins Hotel zurück und sehe auf dem Foto ein bekanntes Gesicht. Ausser dass das Bild nach oben verzerrt ist, daher sieht er so mager aus!! Da muss ich echt Lachen!

 

 

Und ich treffe erneut auf den unglaublich netten Lami!

 

Was für ein Kontrast. Die Besitzer des Hotels sind Chinesen.

Was für ein Unterschied zwischen dem prallen Luxus und der bescheidenen Armut. Autokratische Machthaber und endlose Freundlichkeit.

Ich bin eben in Afrika…

Die offiziellen Slogans unterscheiden sich von der Vox populi. Ich kann nicht alles schreiben, was ich gehört habe…

 

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