Mein Unternehmen ist unglaublich stimulierend!

Ich begegne unglaublichen Leuten, ich freue mich über fantastische Landschaften…

Ich esse sogar außergewöhnliche Dinge, so wie heute Morgen die, in eine libanesische Zeitschrift eingewickelten, Krapfen.

 

 

 

(Die Tinte, die am Krapfen hängen geblieben ist, schmeckt man nicht, man sieht sie nur…)

Aber seit sieben Wochen verbringe ich die meiste Zeit damit, gegen die Dummheit und die Inkompetenz mancher Menschen anzukämpfen.

 

 

 

Quant à la traversée, que la voiture effectuera sur l’une de ces barges,

Botschaft von Angola. Seit Dienstagmorgen. Drei bis vier Besuche am Tag.

All das, um mir Donnerstagnachmittag mitzuteilen, dass es ihnen materiell unmöglich ein Visum auszuliefern.

Und was ist mit den 103$, die ich auf das Konto der Botschaft überwiesen habe? Ich muss, bei dem zurzeit abwesenden Botschafter, eine Rückerstattung beantragen

Also fahre ich morgen ich Richtung Kinshasa los, mit einem verfallenen Visum für die DRK und gar keinem Visum für Angola!

Und was die Flussüberquerung meines Autos auf einer der Barken angeht…

 

 

 

Sie ist teurer geworden.

Innerhalb von drei Tagen ist sie von 125.000 auf 200.000 FCFA angestiegen!!

Es gibt immer weniger Boote für Kinshasa, wegen der Wirtschaftskrise… Daher schnellen die Preise, wenn denn mal eines verfügbar ist, gleich in die Höhe, zumindest für die, die nicht warten können (10 Tage bis die nächste Barke fährt).

 

 

 

 

Was mich angeht, so kann ich den Fluss, aus unverständlichen bürokratischen Gründen, nicht mit meinem Auto zusammen überqueren. Ich werde also in ein schnelles (motorisiertes) Kanu steigen.

 

 

 

Seit vier Monaten bis ich wirklich sehr geduldig. Obwohl das nicht meine erste Tugend ist.

Ich akzeptiere alle Situationen, sogar die abstrusesten: „Buche einen Flug nach Luanda um mit dem Auto nach Angola zu fahren.“

Ich gehorche lächerlichen Anweisungen: „Zusätzliche zur beglaubigten Fotokopie deiner Autopapiere, brauchen wir das Original.“

Ich muss durch alle Kontrollen der Polizei, des Zolls, der Gendarmerie, der Fischerei und Forstwirtschaftsbehörden, und das mit einem ewigen Lächeln.

„Bitte zeigen Sie alle Dokumente bezüglich der Nutzung Ihres Fahrzeugs vor, Datum des Vorkaufsrechts Ihres Feuerlöschers, Ihre beiden neongelben Warnjacken, Versicherung, Rollsteuer…“

Ich reagiere mit unglaublicher Güte auf die ewigen Korruptionsversuche (Güte ist nicht gleichbedeutend mit Zahlung).

„Hast du kein Geschenk für mich?“ „Hast du kein Andenken aus Frankreich?“ „Ich habe Hunger“ „ich habe Durst“…

Ich erleide, ohne mich zu beklagen, die ebenso langen wie unnötigen Wartezeiten.

„Der Chef kommt bald. Aber ich kann dir nicht sagen wann. Vielleicht kommt er auch erst morgen.“

… Und so weiter!

 

Aber ich werde nicht mein ganzes Leben mit solchem Zeug verbringen!

 

Kurzum, ich habe die Schnauze voll.

Mit dieser Gesinnung akzeptiere ich eine erneute Einladung von Yann und Claude. Claude schenkt mir eine kleine Tasche, denn sie hat bemerkt, dass ich lauter Plunder in meinen Taschen herumschleppe.

 

 

 

Wie lieb! Ich werde sie vertrauensvoll aufbewahren.

Sie nehmen mich mit ins Osympathic, das Restaurant von Jean-François.

 

 

 

 

und Béatrice.

 

 

 

Die Inhaber schenken mir die Mahlzeit! Unglaublich, oder? Das sind Leute mit Herz. Wirklich. Afrikaner, echt nette Menschen.

Ein schöner Abend. Dank dem man den Rest fast vergisst. Eine unerwartete Begegnung mit tollen Menschen; Wirklich. Ihr glaubt, dass ich übertreibe. Versucht mal, ein im Ausland lebender Unternehmer hier im Kongo zu sein, dann reden wir wieder darüber…

 

 

 

So gesehen, ist das Schlimmste niemals gewiss…

 

 

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