Immer noch Marokko

 

Schließlich ist mein Gastgeber Ali einfühlsam. Heute Morgen hat er mich auf ein marokkanisches Frühstück eingeladen!

 

Sehr ihr die fünf Schalen? Butter, Orangenkonfitüre, Olivenöl mit Honig (in der Mitte), und… Amlou. Für die, die es nicht kennen, das sind zerstoßene Mandeln mit Arganöl. Fabelhaft!

Danke Ali für diesen Moment menschlicher Wärme… und Amlou!

Nun, ich habe auch meine erste Erfahrung mit dem Couchsurfing gemacht. Das ist gut so, ich bin zufrieden. Das Hay Riad Viertel in Rabat ist echt chic. Ich habe es ausprobiert und ich habe ein großes Herz entdeckt (viel Erfolg dir und deinen Projekten, Ali!)

Aber ich werde es nicht noch einmal machen…

Ich habe es nicht gewagt, eine kalte Dusche zu nehmen.

Auf nach Casablanca.

Younès und Mohamed (der Kleine hat mir die Hand geschüttelt!)

 

haben mit mir ein Wunderwerk besichtigt.

 

Die Hassan-Moschee. Unglaublich schön! Ein Amerikaner neben mir hat atemlos geflüstert „I have no words…“

Und dann erst das Innere!

 

 

Also los, einige Daten:

15 Millionen (ja genau „Millionen“) Stunden Arbeitszeit. 300.000 Kubikmeter Zement, 65.000 Kubikmeter Marmor…

Die drittgrößte Moschee der Welt (dreimal so groß wie Notre-Dame de Paris), ein 200 Meter hohes Minaret, und das Ganze mit Sicht auf das Meer!

Danke Bouygues!

Danke auch an Mohamed, der mein Auto bewacht hat!

 

Um mich wieder zu beruhigen bin ich zum Volltanken bei Abdou gegangen. Er hat mich dazu ermutigt, die Gelbwestenbewegung fortzuführen??

Siehst du, sie haben Angst bekommen als sie gesehen haben, was in Frankreich los ist. Da haben sie vor einigen Tagen die Benzinpreise im ganzen Königreich gesenkt.

 

Um das alles gebührend zu feiern, habe ich mir ein Festessen am Ausgang der Casa gegönnt. Das ist ein Markt:

Ahmed hat mich bedient. Ein mit Harissa überdeckten Halbbrot (ich „huuu-huuu), und im Inneren vier Putenspießen, dazu Zwiebeln und Tomaten.

Für den Durst konnte ich mir einen vor meinen Augen gepressten Saft aussuchen. Zur Wahl standen Kaki, Banane und Avocado. Ich gebe zu, dass ich feige abgelehnt habe…

Für dieses Festmahl (denn es war wirklich gut), habe ich 0,63 € ausgegeben. Wie es mir oft eine liebe Person sagt: „Nichts ist zu gut für die arbeitende Klasse“!!

Ich muss neue Wasserflaschen kaufen, an diesem Nachmittag habe ich meine ganze Reserve verbraucht!

Dann kam ich in El Jadida an, die Stadt des arabischen Vollbluts.

Eine alte portugiesische Stadt. Mit ihren Mauern.

Mit ihrer portugiesischen Altstadt (oder zumindest deren Überreste, das heißt nicht wirklich viel…)

 

Die portugiesische Zisterne hingegen ist wirklich den Umweg wert: Baujahr 1541, sie konnte fast 3 Millionen Kubikmeter Wasser beinhalten. Die Fugen des Pflastersteins sind aus Bleu um den Boden wasserdicht zu machen. Das Wasser floss durch die porösen Backsteine des Daches und wurde somit trinkbar. Genial, oder?

Die Marokkaner sind schlau, die lassen abends ein wenig Wasser am Boden damit das Licht, das mit der Zeit wechselt, sind darin wiederspeigelt. Das ergibt unglaubliche Farben!

Außerdem habe ich den Souk besucht:

Nur um mich zu vergewissern, dass weder Mensch noch Tier verhungern müssen!

Da ich etwas lange rumspaziert bin, habe ich bei Nacht 10 Kilometer auf einer Nationalstraße zurückgelegt. Hier die Liste von dem, was ich (im letzten Moment) ohne jede Beleuchtung gesehen habe:

  • Unzählige Fußgänger, die auf der Straße liefen oder sie ruckartig vor meinem Fahrzeug überquert haben
  • 27 Zweiräder
  • 1 vollbepacktes Dreirad
  • 2 Eselwagen
  • 3 Autos, von denen eines in die gleicht Richtung fuhr wie ich…

Unnötig zu sagen, dass ich froh war unbeschadet anzukommen!

PS: Alle Personen, die in diesen Berichten abgebildet sind, haben mir ihre Erlaubnis gegeben. Mit einem Lächeln. Bislang haben es nur zwei Leute abgelehnt. Allerdings habe ich nie Frauen gefragt ob ich sie fotografieren kann.

 

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