Mit der Brechstange

 

 

 

8 Uhr: ich verlasse das große Büro, das mir als Zimmer gedient hat. Immerhin drei Wochen lang!

 

 

 

Der erste Teil des Morgens verstreicht ohne irgendwelche Neuigkeiten.

Keine Neuigkeiten, schlechte Neuigkeiten. Ich zittere.

10 Uhr: Ich erfahre, dass der Spediteur auf der Suche nach einem Mikrokredit ist, um die Zollgebühren zu bezahlen. Ich habe Gänsehaut.

Um meine Ungeduld zu überspielen, wandere ich in den Straßen von Douala umher und bewundere beim vorbeigehen die Stromverbindungen, die weder besser noch schlechter sind als anderswo in Afrika. (so weit ich das beurteilen kann…)

 

 

 

Vom Fuß des Masts aus gesehen, ist es noch witziger…

 

 

12 Uhr: Der Zoll schließt am Freitag um 15 Uhr. Ich erschaudere.

13 Uhr 30: CMA teilt mir mit, dass es für den Mikrokredit viel zu viel Zeit braucht. Ich bibbere.

Sie sagen mir auch, dass:

 

Drei Angestellte der CMA-CGM

ihr eigenes Geld für die Zollgebühren vorauszahlen werden!

damit mein Geländewagen heute noch rauskommt.

Unglaublich! Ich fasse neue Hoffnung!

(man darf kein Herzproblem haben!!!)

17 Uhr: CMA bemerkt, dass der Spediteur uns aus Geldmangel mehr oder weniger an der Nase herumgeführt hat, und dass die Dokumente nicht bereit sind. Ich drehe durch.

19 Uhr: Trotz allem guten Willen von Seiten der CMA, fehlen noch zu viele Unterlagen um heute Abend eine Ausladung in Betracht ziehen zu können. Ich bin am Boden zerstört.

20 Uhr: Bestätigung der CMA: das Ausladen des Geländewagens ist für morgen vorgesehen, wenn der Direktor des Bolloré Terminals bereit ist, einen Freipass zu geben, denn es fehlen noch immer Genehmigungen. Ich bin wie gelähmt.

.

21 Uhr: Ich checke in einem Hotel in der Nähe des Hafens ein. Die Hoffnung stirbt zuletzt…

 

 

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